Editorial 15.07.2020

Sehr geehrte Damen und Herren, geschätztes Publikum

Eine bewegte Zeit liegt hinter uns, möglicherweise noch vor uns. Die Situation rund um das Corona-Virus fordert uns alle enorm, wobei uns die gezeigte Solidarität auch Zuversicht verleiht. Mit guter Hoffnung, dass wir wieder gemeinsame Kulturabende geniessen werden, blicken wir auf die Spielzeit 2020/2021.

«Ein Mann, der etwas zu sagen hat und keine Zuhörer findet, ist schlimm dran.
Noch schlimmer sind Zuhörer dran, die keinen finden, der ihnen etwas zu sagen hat.»
Bertolt Brecht

In der neuen Saison finden Sie hoffentlich viele Stücke, die Ihnen etwas zu sagen haben. Unterhaltsame Abende wie Pepe Lienhards Show zum 50-jährigen Jubiläum seines Gala Orchesters sind im Programm vertreten aber auch Klassiker wie Shakespeares «Hamlet », der von der Opernwerkstatt am Rhein als Rockoper inszeniert wurde. Noch mehr Shakespeare zeigt das Theater Ariane mit einer Neubearbeitung der Komödie «Liebes Leid & Lust». Ein weiterer Klassiker, «Fräulein Julie», thematisiert das Machtverhältnis zwischen Grafentochter und Diener, während Ayad Akhtars «The Who and the What» die unterschiedlichen Weltanschauungen einer Familie untersucht. Unverwechselbare Musik zu hören gibt es in Brechts «Die Dreigroschenoper» und Innovatives zu sehen im Stück «Ein Kuss», denn dort entstehen auf der Bühne live Kohlezeichnungen. In der Sparte Comedy gehen Manuel Stahlberger und Simon Enzler mehr oder weniger existenziellen Fragen nach, während Ursus & Nadeschkin es auch in ihrem 10. Programm schaffen, ihre ganz eigene Welt neu zu erfinden.

Gänzlich überarbeitet wurde die Preisstruktur bei Musik & Theater, die Preise der Einzeltickets richten sich neu nach der Sparte der Veranstaltung. Damit Sie weiterhin alle Veranstaltungen frei kombinieren können, bestehen die Abo-Preise aus Rabattstufen auf die Einzelpreise. Genauere Informationen dazu finden Sie auf Seite 34. Ebenfalls angepasst wurde die Anfangszeit: Die Stücke beginnen nun um 19.30 Uhr, damit der Abend auch bei länger dauernden Stücken nicht zu lang wird.

Ich freue mich besonders, Sie bald wieder persönlich im Stadtsaal begrüssen zu dürfen und mit Ihnen gemeinsam eine hoffentlich krisenfreie Spielzeit zu erleben.

Herzlich, Annina Beck und das M&T-Team